Kutoka hapa kupata nyumbani

Von hier nach Hause

 

Philipo, Pare Mountains - TansaniaMein Name ist Philip Scherer. Ich bin am 09.07.1987 geboren und habe vom September 2010 bis September 2011 in Tansania, genauer gesagt in der Region um den Kilimanjaro, gelebt und gearbeitet. Das Ganze war ein so genanntes „Weltwärts- Jahr“, der Deutschen Weltwärts Initiative. Dieses Programm soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, ein Jahr im Ausland zu leben, zu arbeiten, zu lernen. Die Entsende- Organisation die das alles möglich gemacht hat, ist „InVia- Köln“. Dieses Jahr habe ich in Himo, einer Ortschaft am Fuße des Kilimanjaro`s gelebt und gearbeitet. In dem kleinen Krankenhaus „Faraja Health Center“ habe ich meine Aufgabe in der Patientenpflege, dem Technischen Support (ergo: Hausmeistern) und dem Krankenwagen gefunden. Besonders der Krankenwagen hat es mir dabei angetan. Das Fahrzeug hatte der Besitzer und Chefarzt des Krankenhauses, Dr. Samwel Minja, in den 70er Jahre gekauft. Es ist ein Land Rover Serie 2 109 Station Wagon. Nach dem Kauf hatte der emsige Doktor das Fahrzeug mit einem sehr guten Freund Stück für Stück umgerüstet und so zu einem vollwertigen Krankenwagen umgebaut. Der Wagen war dann etwa 15 Jahre für die Bedürftigen der Region im Einsatz, bis der horrende Benzin und Öl- Verbrauch des alten Landys das Projekt gekippt hatte. Ab dem Jahr 1985 stand der Krankenwagen dann still.mandolin.früher Jahr für Jahr verrottete das schöne Fahrzeug immer weiter. Bis zum Jahr 2010. Ich fand das Fahrzeug nach wie vor stehend auf seinem Parkplatz. Inzwischen genutzt als Hühnerstall und Lagerplatz für Plastikflaschen, war der Wagen völlig am Ende. Die Grundsubstanz jedoch war noch in Ordnung, wenig Rost am Rahmen und die Karosserie war auch noch in Takt. Nach einigem Pläne schmieden und Rücksprache mit meinem Vater, begann ich das Projekt Krankenwagen. Zusammen mit einem guten Freund des Doktors, Herr Stanlay Matari, genannt British begann ich, oder eher wir, damit den Krankenwagen zu restaurieren. Kein leichtes Stück Arbeit bei einem 1961 gebauten englischen Fahrzeug. Der Mandolin, so werden die alten Landy in Tansania genannt, stand ja immerhin über 20 Jahre still. Vor allem die Hühner haben einen guten Teil zum Verfall des Innenraums beigetragen. Wasser stand im Motorblock, alle Bremsen fest und alles Ausgetrocknet. Aber nichts desto trotz war der Wagen nach 3 Wochen harter Arbeit wieder auf der Straße. Doch eine schwierige Hürde galt es noch zu nehmen… die Fahrzeugbehörde. Die TRA (Tanzania Revenue Authority) wollte für das Fahrzeug die Ausstehenden Straßengebühren für 20 Jahre! Eine Frechheit, doch alles beschweren und verhandeln hatte keinen Sinn. Am Ende mussten wir die ausstehenden Gebühren komplett bezahlen. Doch danach konnte der Mandolin mit neuer Versicherungsplakette und Straßenzulassung glänzen.

mandolin danach

Ab da an, konnten wir ihn wieder zum Patiententransport nutzen. Ob in dichtesten Urwald, oder in dem Staub der Steppe, an der Offroad Fähigkeit des Wagens bestanden keine Zweifel. Einzig der enorme Verbrauch an Benzin und Schmierstoffen dämpfte den Spaß am Fahrzeug ein wenig. Der alte 2,25 Liter Vergasermotor ist nun mal durstig. Etwa 20 Liter Benzin gönnte er sich bei normaler Fahrweise. Dazu noch gut 1L Öl und ein wenig Kühlerwasser. Seit Januar 2011 war der Wagen voll Fahrbereit. Wir gönnten dem guten Stück noch eine neue Lackierung und einen schönen Fronschutzbügel, dann war er bereit sein neues Zweites Leben zu beginnen. Der Wagen ist so zu meinem täglichen Begleiter geworden, sei es Patienten für das Krankenhaus zu transportieren, oder Einkäufe aus der nächsten Stadt zu holen. Der Mandolin war ein zuverlässiger Begleiter, klar, die allgemeinen Verschleißteile gingen ab und zu Kaputt, aber im Großen und Ganzen hat er mich selten im Stich gelassen. Hin und wieder ist ein Kühlerschlauch geplatzt, oder die ein oder andere Dichtung ist zerbröselt, aber selten so das man tatsächlich Liegengeblieben ist. Der Wagen konnte mich jeden Morgen, beim tägliche „Check- Up“ wieder begeistern. Ein kurzes Drehen mit dem Schlüssel und der Motor erwachten zum Leben. Das bewegen des Landy`s war Fahrspaß pur, sei es das Fehlen jeglicher Unterstützungen wie Servolenkung oder Bremskraftverstärker, oder der puristische Sitzkomfort, alles an dem Wagen machte einfach Spaß. Selbst beim Fahren auf den unwirtlichen Wegen der Nationalparks machte der Mandolin nie schlapp.
Während dem fahren nahm auch ein lange gehegter Traum langsam Gestalt an. Von hier einfach nach Hause. Einfach immer Richtung Norden, dann ums Mittelmeer rum… das wäre was…

 

Nach und nach begann der erste Plan sich fest zu setzen. Ich schaute nach Erfahrungsberichten, überlegte was man denn Bräuchte… Was man denn umbauen müsste. Schnell war klar. Nicht viel. Ein Zelt, Genug Wasser und vor allem Genug Treibstoff, das war’s im Großen und Ganzen. Na klar, moderne Helferlein wären nett, aber nicht unbedingt notwendig. Also auf… Ich brauche mindestens 2 Ersatzreifen, also einen Reserveradträger für 2 Reifen bauen.  Dann ein großer Punkt, der Treibstoff. Ich brauche 20 Liter auf 100 Kilometern und der Standard Tank fasst nur 45 Liter. Das ist nicht genug. Aber nichts ist unmöglich. Der 80 Liter Tank von einem Defender passt nach einigen Modifikationen auch in einen Serie 2 Land Rover. 120 Liter Treibstoff plus Reserve in Form von Drei 20 Liter Stahlkanistern, das sollte genügen. Nach und nach wurde der Krankenwagen so zu einem Waschechten Expeditions-, naja, Krankenwagen.

Doch dann der Schock. Ein immenser Leistungsverlust. Na gut, bei 74 Ps kann man nicht von Leistung sprechen, aber das gute Stück hatte keinen Durchzug mehr… Nichts, Berge im ersten Gang bei Vollgas hoch, das konnte nicht sein! Also mal Aufmachen und rein schauen. Da war er, unübersehbar, ein Riss. Zwischen Zylinder 2 und 3. Durchgerissen. Kein Haarriss, sondern ein klaffender Spalt, gefühlt wesentlich größer als der Ost- Afrikanische Graben. Das erklärt den Leistungsverlust. Der Motor ist hin. Kaputt, endgültig und irreparabel. Also los, einen Austauschmotor suchen, am besten den Dieselmotor, der braucht weniger Treibstoff. Nach Zwei monatiger erfolgloser suche das traurige Ergebnis: entweder sind die Motoren fürchterlich überteuert, oder schlichtweg nicht zu gebrauchen. Die Ratlosigkeit war groß, British und ich wussten uns nicht mehr zu helfen. Ein Zweiten Landy kaufen und einfach umbauen, die Karosse auf einen anderen Rahmen mit Motor, was ist mit dem Getriebe… Okay, wir haben dann erst einmal Motor und Getriebe ausgebaut. Das Getriebe, naja, der Synchronisierer des dritten Gangs war auch verschlissen, aber der ist glücklicherweise schnell getauscht. Gesagt getan, das Getriebe überholt. Dann bei genauerem Check des Rahmes stellten wir fest das sämtliche Motorlager ebenfalls verschlissen waren,  auch nicht weiter tragisch, kommen auch auf die Liste. Dann der nächste Schock… der Rahmen, von dem uns noch versichert wurde das er einwandfrei ist… ist total verrostet. Mehrere stellen im Bereich des Motorraums waren nur noch Löcher. Mit dem bloßen Finger konnte man den Stahl schon zerbröseln. Dazu noch Risse und sogar ein behelfsmäßig reparierter Bruch. Das war das Aus.

Nun hieß es erst mal beruhigen und alles wirken lassen. Bei einer Tasse Tee und einigem Gebäck überlegten British und ich was zu tun sei. Britisch wurde während des gesamten Projektes Serie 2 Land Rover so etwas wie mein Afrikanischer Vater. Wann genau er geboren sei, das wisse er nicht mehr, sagte er mir einmal, er sei sich ziemlich sicher, dass er wohl um die 72 Jahre alt sei. Mit ihm gemeinsam habe ich viele Einblicke in das Tansanische Leben erhalten, die mir sonst wohl verwehrt geblieben wären. Selbst wenn ich mitten im Ort gelebt habe, ist es doch noch etwas völlig anders einen wahren Freund zu haben.

Wir haben sämtliche Möglichen Lösungen durchdacht. Ein Neues Auto einfach gleich Lackieren, einen Alten und die eigene Karosse einfach drauf setzen, neuer Rahmen und neuen Motor… Alles schien plausibel und auch durchführbar, scheiterte jedoch am Geld, an der Verfügbarkeit oder war schlichtweg Wunschdenken. So schien auch der Traum mit dem eigenen Auto heim zu fahren sich langsam in Luft auf zu lösen.

Doch dann die Rettung… Maspeed, einer von Britischs Söhnen hatte in Dar-es- Salaam einen Land Rover Serie 3 Gefunden. Das Fahrzeug schien perfekt als Teileträger. Es war als Jagdmobil umgebaut, aber egal, der Rahmen sei top und der Motor würde einwandfrei Laufen. Es schien wie eine Art Wunder. Doch dann 2 Tage drauf wieder eine Enttäuschung. Statt eines Serie 3 war der Landy in der großen Stadt wohl doch ein Defender… Also würde weder der Rahmen noch der Motor passen. Wieder überlegten wir hin und her, bis wir schließlich eine Art Plan ausgearbeitet hatten. Der „neue“ Defender sollte etwas mehr als 2500€ kosten, brauchte aber noch ein wenig Pflege und Liebe, wäre dann aber wieder wie neu. Schweren Herzens entschieden wir uns für den Verkauf des geliebten Mandolins. Wir reparierten Motor, Getriebe und Rahmen, soweit das möglich war, und verkauften ihn für ziemlich genau das Geld, das wir in die Restauration gesteckt hatten. Ein Jammer, zugegeben, aber mit dem Mandolin hatte ich eine gute Zeit und ich habe auch einiges an Schraubertricks gelernt, es war also eine sehr gute Zeit mit dem alten Briten.

Dann auf geht’s, das erhaltene Geld genommen, sicher verpackt und ein Bus- Ticket in das 700 Kilometer entfernte Dar-es-Salaam gekauft. Weite Reisen macht man in Tansania in der Regel mit dem Bus. Vor allem im Ländlichen Bereich, wo die Menschen ein sehr niedrigeres Einkommen haben, ist das eine gute und günstige Reisemöglichkeit. Die Fahrt dauert etwas über 8 Stunden. Endlich angekommen ging es sofort los in das Industriegebiet. Der Besitzer, ein aus Südafrika stammender Hobbyjäger, hatte den Wagen vor etlichen Jahren als Farm- Fahrzeug gekauft. Gut in Schuss und nur ein bisschen in die Jahre gekommen, habe ich das Fahrzeug sofort gekauft. Aus einer Plastikflasche etwas Diesel in den Tank und starten. Der Motor sprang sofort an. Lief ruhig und nahm Gas auch gut an. Mit dem Kofferraum voller Ersatzteile ging es dann erstmals in die Werkstatt von British`s Sohn. Dort haben wir den Wagen ein wenig geputzt, die Lichtanlage in Stand gesetzt und eine Inspektion durchgeführt. Eine neue Batterie und ein Ölwechsel sind beim Autokauf in Afrika so oder so obligatorisch. Tags drauf stand die Fahrt Richtung Kilimanjaro an. Doch alles wäre viel zu einfach und zu leicht, wenn es funktionieren würde. Nach der Inspektion war der Wagen einfach nicht mehr zu starten. Nach einigem Suchen und Checken fanden wir den Fehler in der Lichtmaschine. Die Kohlekontakte waren völlig runter. Was nun, neue Lichtmaschine? Neue Kontakte? Eigentlich war das gesamte Budget schon verbraucht… also die afrikansiche Lösung. Einige Meter Kabel und eine Zange und der Motor waren direkt an die Batterie gekoppelt. Nur nicht vergessen nach dem Start die Verbindung zu trennen. Noch volltanken und wir nahmen die 700 Km Richtung „Heimat“ auf uns. Die ersten 400 Kilometer verliefen auch ohne Probleme, gutes Wetter, schickes Auto und brauchbare Straßen, was könnte es besseres geben? Dann wieder ein Schockmoment. Bei ca. 80km/h erst ein stottern und dann ruhe… Motor aus, nicht wieder zum Leben zu erwecken. Aber Hamna Shida (oder bekannter Hakuna Matata) alles kein Problem. Den Wagen von der Straße geschoben, einen Keks gegessen und nach Fehler gesucht. Schnell war klar, uns war der Diesel ausgegangen. Aber wie konnte das sein? Wir hatten 100 Liter getankt, waren die schon alle verbraucht? Nein das schien unmöglich, eher ein Leck, das wir übersehen hatten. Nein auch ein Leck war nicht zu finden. Dann kam die Lösung, die so unglaublich wie einfach war. Der Defender hatte Zwei Tanks, einen Vorne mit 45 Litern Inhalt und einen hinten mit 70 Litern. Den vorderen hatten wir vollgetankt und im hinteren waren auch ca. 55 Liter Diesel. Allerdings, und das hatten wir nie bemerkt, die Dieselleitung die den Hinteren Tank mit der Dieselpumpe verband, war schlichtweg nicht da. Wo keine Leitung ist, konnte man auch kein Leck finden. Also Schraubenschlüssel raus, Plastikeimer aufgetrieben und den Diesel vom hinteren Tank mit dem Eimer in den vorderen Tank gekippt. Nach und nach konnten wir so wieder „volltanken“ und weiter. Ansonsten verlief die Fahrt ereignislos. Mit mehr oder weniger Konstanten 90km/h ging es durch die schöne Tansanische Steppe. Die extrem hohen Temperaturen ließen sich glücklicherweise durch den Jagdumbau des Vorbesitzers gut aushalten. Jagdumbau was ist denn das? Das ist eine Eigenart, die ich so bis her auch nur in Afrika gesehen habe. Dazu wird bei einem Land Rover Defender Station Wagon, das Dach und ab Fensterhöhe alles Abgeschnitten und durch einen massiven Überrollbügel ersetzt. Darüber kommt ein Planen- Verdeck gegen Sonne und Regen und Tada, man hat einen so genannten „War- Bus“.mein Landy, Hotsprings- Tansania

Die Nächsten Wochen verbrachten wir damit den Landy ein wenig zu pflegen, ein wenig zu reparieren und ein wenig zu modifizieren. So bekam ich meinen perfekten Expedition Land Rover. Mein neuer Landy ist natürlich offiziell gar kein Defender, sondern ein OneTen. Hinten bekam mein Prachtstück dann noch doppelte Stoßdämpfer, es wurden Zwei Halterungen für Treibstoff-kanister  und eine für ein Ersatzrad in den Überrollkäfig integriert und eine neues Verdeck genäht. Den Wagen haben wir dann auch noch einmal neu Lackiert. Nun war der neue Rennwagen reisefertig. Doch bevor es auf die große Reise ging, wollte der Wagen ausführlich getestet werden. Da traf es sich gut, dass mein Bruder mich in Tansania besuchen wollte. Mit ihm, seiner Freundin und vor allem meiner Freundin, die ich erst wenige Wochen zuvor in Moshi (einer Stadt nahe der Ortschaft in der ich lebte) kennengelernt hatte, ging es auf große Tansania Rundreise. Die Testfahrt überstand der Landy ohne Probleme und er bekam daher das Prädikat „Reisefertig (Tanzanian Style)“. Camping in Peponi Beach - TansaniaDoch dann der große, nächste Schock. Bei einer Tasse Tee im Hof von British fiel uns in der Dämmerung ein leicht schimmernder Fleck unter dem Auto auf. Öl, und zwar kein Tröpfchen, eine Pfütze, gespeist aus einem Steten Rinnsal, das aus dem Motor selbst lief. Schei… was konnte das nur sein. Schnell war der Tee abgestellt und wir lagen bei unter dem Motor. Der erste Schrecken war schnell überwunden, nichts ganz so katastrophales. Es war nur die hintere Kurbelwellen Dichtung, die den Geist aufgegeben hatte. Naja, besser hier als Unterwegs. Aber wie tauscht man die? British wusste die Antwort. Hamna Shida, Motor raus, Dichtung tauschen, Motor wieder ein. Ich dachte mich tritt ein Pferd, Motor ausbauen, hier und jetzt? Drei Tage vor Abfahrt? Ich sah die ganze Reise erneut platzen. Aber British schaffte es mich zu beruhigen. Hamna Shida, wir bauen das nur eben aus und schauen mal was Sache ist. Gesagt getan. Gegen 15:00 fingen wir an den Wagen zu zerlegen. Doch wie den Motorblock eines Land Rover ausbauen, ohne Kran? Auch darauf gab es eine Lösung, TIA, this is Africa. Wenn man den kompletten Motor nicht heben kann, dann die Einzelteile davon. kurz vor der abfahrt, Marangu - TansaniaAlso wurde der Motor Stück für Stück komplett zerlegt und ausgebaut. Naja, und wenn man den schon mal zerlegt hat, warum Überholen wir ihn nicht direkt? Bietet sich ja an, oder? Also in die Stadt und Ersatzteile kaufen, Kolbenringe, Kurbelwellenlager, Hauptlager und neue Ventile sowie einen neuen kompletten Dichtsatz konnte ich auftreiben. So wurde der Motor im Staub liegend Stück für Stück überholt, gereinigt und wieder eingebaut. Nach 2 Tagen fast non-Stopp arbeiten war der Motor wieder ein Stück und da wo er hingehört. Also starten. Erster Versuch nichts, zweiter Versuch nichts, Dritter bis 20ter Versuch auch nichts… Mist, wo kann nur der Fehler sein? Dann der 21te Versuch und der Fehler war offensichtlich. Aus dem Motor lief während dem startversuch Wasser. Panik… Doch auch das klärte sich schnell, wir hatten die Zylinderkopfdichtung falsch herum eingebaut… TIA, Kopf runter und die Dichtung umdrehen. Nach weiteren Drei Stunden war auch das getan. Und siehe da, erster Versuch und der Motor erwachte wieder zum Leben. Unglaublich. Nun gut, jetzt einen Tee und versuchen die inzwischen Pechschwarzen Finger vom Öl zu befreien. Währenddessen lief der Motor immer weiter im Standgas vor sich hin, ca. 24 Stunden lang. So, jetzt erneut das Prädikat: „Reisefertig (Tanzanian Style)²“ kurz vor der abfahrt, Marangu - Tansania

Dann, am 12. September 2011 ging die große Reise los.

Das Ziel war vor den Augen und alle Vorrausetzungen erfüllt. Die Heimreise konnte beginnen. Ein lange gehegter Jungentraum konnte beginnen. Der Wagen war gepackt und voll getankt, wir starteten mit dem ersten Tagesziel, Kenias Hauptstadt Nairobi. Dort wollten wir in der „Jungel Junction“ von Chris Handschuh, einem ausgewanderten Deutschen, campieren. Nairobi lag zum einen auf dem weg, zum anderen sind dort von fast allen Reiseländern Botschaften, in denen wir uns um die Visa kümmern konnten. Nach gemütlichen 250km kam auch schon der erste Grenzübertritt. Tansania – Kenia. Glücklicherweise eine der einfachsten Grenzen in ganz Afrika. Dann der erste Hinweis eines anderen Reisenden, man bräuchte doch ein „Carnet des Passage“ um in Afrika Grenzen zu übertreten. Ein was? Egal, versuchen wir mal ohne. Und siehe da, ein nettes Zwinkern hier, ein kleines Lächeln dort und wir waren über die Grenze. Noch eine „Yellow- Card  gekauft und wir waren in Kenia. Ziemlich einfach ehrlich gesagt. Das Visum für Kenia kann man an der Grenze kaufen und das Fahrzeug war nach einigem Diskutieren ja eh aus Afrika und daher her egal. Die Yellow Card ist eine Versicherungskarte, die den Kauf der Versicherungen im jeweiligen Land erspart. Die Karte gilt in allen Teilnahmeländern ohne Einschränkungen. Also auf nach Nairobi. Die Fahrt dorthin verlief weitestgehend ohne Höhepunkte. Das Wetter war hervorragend, 35°C Sonne und wenig Verkehr, beide Tanks voll und Fahrer sowie Beifahrerin voller Vorfreude. Dann kam die große Stadt in Sicht, von vielen vor Ort das New York Afrikas genannt, kann ich diesen Eindruck nur bestätigen. Die Stadt ist immens groß. Glücklicherweise sind die GPS- Karten von Nairobi extrem detailliert und so fanden wir auch im dicksten Berufsverkehr den richtigen Weg durch die Millionen- Metropole. In der Jungle Junction angekommen, schlugen wir erst mal unser Camp auf.

Jungle Junction, Nairobi - KeniaZugegeben, es war kein beeindruckendes Globetrotter Camp. Wir hatten lediglich ein Zelt, einige Picknick Decken und das war’s, aber es war unser Camp und es war genug. Abends erkundeten wir erst einmal die Gegend ein Wenig und aßen in einem Pizza- Fastfood- Laden. Unglaublich, schmeckt wie in Deutschland. Nach einem Jahr Himo, einem Jahr im Busch, ohne alles war dieser Fastfood Laden einfach nur Grandios. Nairobi war, im Vergleich zu dem was wir aus Tansania kannten so oder so eine unglaubliche Stadt. Weitestgehend Sauber, jeder spricht Englisch, einfach alles ist verfügbar. So waren wir Tags drauf in einem Shoppingcenter um unsere Vorräte zu ergänzen. Becks Dosenbier? In Afrika? Das musste gekauft werden. Ein KFC, ein Levis Shop, einfach alles was es hier auch gibt. Und alles zu gleichen Preisen wie bei uns auch. Wir verbrachten nahezu den gesamten Tag in dem Center. Der nächste Tag war dann für die ersten Behördengänge reserviert. Die Botschaften für Sudan und Äthiopien standen auf dem Plan.Becks in der Jungle Junction - Kenia Nach langen Gesprächen bei Bier und Chips mit den anderen Overlandern und Reisenden wurde jedoch schnell klar das das Visa beschaffen nicht ganz so leicht sei wie wir uns das erhofft hatten. Die Äthiopische- Botschaft in Nairobi würde angeblich keine Touristen Visa mehr bereitstellen. Wir waren verunsichert. Was sollen wir tun wenn wir keine Visa bekommen? Zurück? Durch den Süden vom Sudan? Ratlosigkeit war angesagt. Doch letztendlich folgten wir dem Muster, das die ganze Heimreise sehr gut beschreiben kann, Try and Error. Also los, erst mal zur Botschaft für den Sudan. Visa für uns kein Problem. Konnten wir am Nächsten Tag abholen. Puh, erste Hürde geschafft. Dann die Botschaft von Äthiopien. Schwer Bewacht und streng kontrolliert fanden wir sie im Zentrum Nairobis. Mit klopfenden Herzen betraten wir die Botschaft und erkundigten uns bei einer sehr hilfsbereiten Angestellten nach den Visa. „Ja, Touristen Visa gibt es hier nicht! Aber ihr seid ja auch keine Touristen, da ist das kein Problem“ Nicht? Stimmt, wir sind Tansanische- Resident`s, wir haben ja ein 2 Jähriges Arbeits- Visum für Tansania! Unfassbares Glück. Einen Tag drauf hielten wir das Visum für Äthiopien ebenfalls in unserer Hand. Also konnte es weitergehen. Das Nächste Etappen- Ziel stand auf dem Plan. Der Mount Kenia im Herzen des Landes. Dort wollten wir eine Nacht verbringen, bevor wir die schwierige Piste nach Äthiopien in Angriff nahmen. Wir entscheiden uns aufgrund von Erfahrungsberichten für die Moyale-Route. In der Jungle- Junction haben wir von anderen Reisenden die grausamsten Geschichten gehört, über diese Route. Banditen, Räuber, katastrophale Wege, keine Versorgung möglich. Auch viele Informationen aus Deutschland oder dem Internet bestätigten diese Berichte. Ihr braucht Polizeischutz und im Internet kursierten noch schlimmere Storys. Naja, lieber das als zu riskieren das auf der 2ten Route die Grenze geschlossen ist. Also fuhren wir unbeirrt weiter in Richtung Norden.

Nach einer Gemütliche Nacht in einem Wunderschönen Hotel/ Jugendheim begannen die ersten Meter der berüchtigten Moyale- Piste. Und die Leute hatten Recht. Nie zuvor habe ich eine so schlechte Piste gesehen. Von etlichen LKW ausgefahren und vom Wind und Wetter gegerbt, reihte sich ein Schlagloch an ein anderes. Marsabit Moyale Road - Kenia/ÄthiopienDie Piste ist nicht befestigt und gehört zu dem schlimmsten Wellblech, dass ich jemals befahren bin. Dann die erste Panne. Ich wollte die Geschwindigkeit vor einer Kurve reduzieren, trat die Bremse und nichts geschah. Mist, aber nichts was so schlimm wäre, einfach mal Pumpen und schauen. Nichts, selbst nach etlichen Versuchen Bremsdruck auf zu bauen, nichts. Schlecht, sehr schlecht. Naja, aber die Piste ist breit und es gab nahezu keinen Verkehr, also einfach weiter und beim Etappenziel versuchen zu reparieren. Dann der erste Plattfuß. Einen der unglaublich teuren „Bridgestone Dueller“ hatte es vollkommen zerrissen. Der Reifen ist während der Fahrt geplatzt. komplett kaputt, Marsabit Moyale Road - KeniaNaja, erstes Ersatzrad drauf und weiter geht’s. Die Piste wurde immer katastrophaler, die Löcher tiefer und öfter. Nach und nach rüttelten sich alle Schrauben los. Auf der Strecke verloren wir beide Zusatzscheinwerfer, da sich die Muttern gelöst hatten und die Schrauben einfach abgefallen sind. Aber nach 350km und etwa 6 Stunden erreichten wir Marsabit, ein kleines staubiges Städtchen so ziemlich in der mitten von gar nichts. Dort angekommen fanden wir eine kleine Land Rover Werkstatt, dessen Besitzer so von uns und unserer Reise begeistert war, das er gerne Überstunden machte. Nach kurzer Bestandsaufnahme war klar, es gab einiges zu tun. Letztendlich mussten 2 Motorlager getauscht, die beiden Domlager vorne repariert, der Auspuff geschweißt, die Stoßdämpfer hinten neu befestigt, die Bremsen abgedichtet werden. Einiges an Arbeit. Aber der Chef und seine Kollegen leisteten gute Arbeit und der Wagen war nach ca. 3 Stunden wieder fit. Nur die Bremsen, er wüsste nicht was da sein könnte, er hatte alles überprüft, aber nichts gefunden. Naja, sie funktionierten auf der Testfahrt ja wieder. Übernachtet haben wir im Marsabit Hotel. Eine kleine Fernfahrerpension mit angenehmen Preisen (3€ p.P.) und leckerem Essen. Der Nächste Tag brachte uns dann die letzten 400 Kilometer auf der Moyale- Route. Die Piste wurde nochmal schlechter, die Rillen größer, die Löcher tiefer. Aber der Wagen war wieder in einem guten Zustand, zumindest dachten wir das anfangs. Doch nach ca. 50 Kilometern wieder die Enttäuschung, die Bremse funktionierte immer noch nicht. In Marsabit jedoch konnten wir unseren einen Reifen flicken und einen neuen Erstehen, in dem Bereich waren wir also wieder auf der sicheren Seite. Tanken hätten wir allerdings noch sollen, leider verpennt. So mussten wir Unterwegs einen Stopp einlegen und aus den Kanistern wieder Sprit nachkippen.Päuschen, Marsabit Moyale Road - Kenia Trotz aller Widrigkeiten war die Landschaft auf dieser Route einzigartig, wunderschöne Steinwüsten wechselten sich mit losem Buschwerk und Steppe ab. Nach 5 Stunden Tortur erreichten wir den Grenzübergang zwischen Kenia und Äthiopien. Ein wenig Zittern und wir waren durch die Passkontrolle, nun hieß es noch den schwierigeren Teil, das Fahrzeug. Also auf zum Zoll. Dort angekommen musste uns der Wachmann mitteilen, dass der Zollbeamte schon Feierabend gemacht hatte, um 14:30. Tja… Mist… einen vollen Tag hier rumhängen und auf den Beamten warten, das er vielleicht oder vielleicht auch nicht, am nächsten Morgen zum Arbeiten erscheint, wollten wir auch nicht. Schlecht Laune war angesagt. Ratlosigkeit, bis ein kleines flinkes Helferlein kam und meinte, er kenne den Beamten und gegen eine kleine „Spende“ wäre man auch bereit ihn anzurufen und der Beamte wiederum wäre gegen eine kleine „Spende“ bestimmt auch einverstanden uns zu helfen. Tja, jetzt standen wir dumm da, unterstützen wir die Korruption, oder warten wir auf die Gnade des Beamten? Beides schlecht. Nach heftigem Diskutieren mit dem Helferlein und einer Beschwerde bei dem Chef des Einreisebüros war man bereit den Beamten auch kostenlos anzurufen und zum Dienst zu zitieren. Gesagt getan, der Beamte kam Zwei volle Stunden späte endlich. Nach dem Durchsehen der Papiere wurde uns bestätigt das es keine Probleme gibt, das Fahrzeug offiziell Versichert ist und ein „Carnet des Passage“ bei einem Afrikanischen Fahrzeug nicht nötig sei. Gut, wo ist der Haken, dachte ich mir. Und der kam prompt. Wie viel wir denn bereit wären dem Beamten für seine Hilfe zu zahlen, immerhin sei er ja extra für uns hier her gekommen. Ich war Fassungslos, der Kerl fragt uns ganz offen und direkt wie viel wir ihm zustecken damit er seinen Job erledigt. Aber alles zetern, beschweren und drohen half nichts, der Beamte blieb stur. Letzten Endes mussten wir ihn bestechen, man einigte sich auf 100 Äthiopische Birr, etwa 5€. Aber jetzt war es geschafft. Wir waren in Äthiopien. Schön ist’s hier, dachten wir bei uns. Korruption ist schlimmer als in Kenia und Tansania, dafür sind die Menschen ähnlich nett. Was jetzt tun? Erst mal etwas Geld wechseln. Eine Bank gab es glücklicherweise an der Grenze. Aber nur Bargeld in Äthiopien. Man kann kein Geld abheben! Glücklicherweise wussten wir das schon zuvor und konnten uns in Kenia entsprechend mit Bargeld eindecken. Und jetzt, der Tag war noch recht jung, aber das nächste Etappenziel noch weit. Wir beschlossen also uns im Grenzort ein Hotel zu suchen und erst mal einen Tag hier zu bleiben und nach der schlechten Piste ein wenig zu entspannen. Das Hotel war super schön gemacht, es gab kleine Bungalows zum Schlafen, nach traditioneller Äthiopischen- Art gebaut. Sauber, aber leider noch ohne Wasseranschluss, da das Hotel noch im Umbau war. Naja, nicht schlimm, es gab ja ein großes Wasserfass im Bad. Also erst mal versuchen den Dreck und die unglaublichen Mengen Staub vom Körper zu bekommen. Ein durchaus schwieriges Unterfangen. Aber nachdem wir beide leidlich sauber waren und auch halbwegs frische Bekleidet waren, konnten wir entspannen und alles ein wenig auf uns wirken lassen. Ich habe gelesen, Cora schrieb Mails, so verbrachten wir unseren Nachmittag. Gegen Abend hin untersuchten wir das Hotel- Restaurant nach etwas essbarem. Nun kamen wir auch schon zu den ersten Problemen… Die Äthiopische Schrift und Sprache ähnelt nichts bekanntem… besteht aus eigenen Schriftzeichen. Glücklicherweise waren wir weißen DIE Sensation im Hotel und so war schnell der Hoteldirektor an unserem Tisch. Er sprach ein gutes Englisch und konnte uns so die Karte erklären. Hier fanden wir auch unser absolutes Lieblingsgericht hier, Tibs mit Injera. Der Hammer. Tibs sind gegrillte oder gebratene Fleischstücke, mit viel Zwiebel, Paprika, Knoblauch und dem für Äthiopien typischen Berbere- Gewürzen. Ein bisschen scharf ist das essen, aber absolut empfehlenswert. Wir haben es fast immer gegessen, wenn wir in einem Restaurant waren. Der nächste Morgen begann recht früh, gegen 09:00. Nach dem Packen entscheiden wir uns für ein kleines Frühstück, das wurde jedoch schnell zu einem größerem, wir hatten die Karte ja nicht lesen können und bestellten daher blind. Eine Erfahrung die wir hier öfter machen sollten, letztendlich gab es Omelett, Rührei, dazu Injera und kleine Weizenbrötchen und eine Äthiopische Kaffee- Zeremonie. Sehr lecker und der Kaffee, der Hammer! Dann begann die Fahrt. Gemütlich fuhren wir in Richtung des nächsten Etappenzieles. Wüste - Nord SudanDie Sonne schien unglaublich warm und es bließ ein netter Wüstenwind. Die Straße hier in Äthiopien war ausgesprochen gut, geteert und in einem sehr guten Zustand, wenig Verkehr machte das fahren sehr entspannt, wäre da nicht die immer noch defekte Bremse gewesen. Immer mal wieder konnte ich Bremsdruck aufbauen, dann mal wieder nicht. Sehr unzuverlässig. Das sollte besonders an den etlichen Polizei- Check- Points ein Problem werden. Mehr als einmal konnte ich den Wagen grade noch so vor der Schranke stoppen. Die meisten Beamten reagierten darauf auch nicht unbedingt begeistert, aber konnten es dann nach der Erklärung nachvollziehen. Dann war auch immer alles okay, kann ja mal Passieren das die Bremsen nicht funktionieren. An den Check- Points mussten wir regelmäßig die Zolldokumente und unsere Reisepässe vorzeigen. Aber nie gab es irgendein Problem, wir wurde gefragt wo wir hin wollten und dann war alles gut. Dann gab die Bremse jedoch wieder völligst ihren Geist auf, das war`s, kein Bremsdruck mehr. So mussten wir schon etwa 250km vor unsrem Etappenziel eine Pause einlegen. In dem kleinen Ort Yabello fanden wir jedoch schnell jemanden der uns helfen wollte und auch konnte. Der junge Mann hieß Paul und kam gebürtig aus Tansania. Er sprach uns auf Kisuaheli auf unser Nummernschild an, das ja aus Moshi stammte. Er sprach kein Englisch, aber wir konnten uns auf Kisuaheli gut verständigen. Zusammen fanden wir einen Mechaniker der uns die Bremse reparieren konnte. Während der Wagen wiedermal repariert wurde, aßen wir in einem kleinen Restaurant zu Mittag. Nach dem faden Ostafrikanischen essen, war die würzige Küche Äthiopiens eine wahre Offenbarung. Egal was uns vorgesetzt wurde, es schmeckte einfach alles unglaublich gut.

Nach dem Essen erfuhren wir auch das der Restaurantbesitzer, ein Rastafari, perfektes Englisch sprach. Er konnte uns auch gleich noch ein Hotel empfehlen, in dem es gute, saubere und vor allem günstige Zimmer gab. Einwandfrei. Das Hotel erwies sich als kleines nettes Haus, direkt an der Straße. Wir mussten für ein einfaches Zimmer ohne Bad nur etwa 6€ bezahlen. Dusche und WC war dann um die Ecke hinter dem Haus. So schön Äthiopien auch ist, habe ich hier die dreckigsten und ekelhaftesten Toiletten meines Lebens gesehen. Bedingt durch die Wasserarmut des Landes, gibt meißt keine Spülung. Entsprechend bleiben die „Geschäfte“ oft einfach liegen. Tags drauf ging es weiter. Wir fuhren auf kleinen unbefestigten Nebenstraßen um den Lake Charmo herum. In dem Städtchen „Arba Minch“ wollten wir übernachten. Das angepeilte Hotel erwies sich jedoch als Ruine im Um/ Aufbau. Also das nächste in der Liste des Reiseführers. Sehr schön gelegenen auf den Hügeln am Rande der Ortschaft, mit blick über den Nationalpark und den Seen. Leider war das Hotel sehr Teuer, konnte dafür aber mit europäischem Standard punkten. Die Heiße Dusche war eine Wohltat. Auch hier blieben wir nur über Nach. Das nächste große Ziel sollte Addis Abeba werden.  So fuhren wir am nächsten Vormittag gemütlich weiter in Richtung Hauptstadt. In Arba Minch haben wir uns ein wenig Wegzehrung in Form von Pepsi und Wasser gegönnt. Die Wege sind allesamt unbefestigt, aber in gutem Zustand und geschottert. Durch schöne und fruchtbare Regionen ging es um die Seen. Die Straßen werden wohl nur selten von Fahrzeugen genutzt, aber dafür gab es Unmengen von Kühen, Ziegen und Menschen auf den Straßen. Man musste jederzeit 100% aufpassen. Niemand achtet auch PKW, alle gehen einfach ihren Weg. Mehr als einmal standen wir ewige Minuten in mitten einer Tierherde, die die Straße überquert. Schnell kamen dann die Kinder angerannt und verlangten Geschenke und Süßigkeiten. Dieses Verhalten sieht man überall in Ostafrika, hier kam es uns jedoch besonders schlimm vor. Gab man keine Geschenke, bewarfen die Kinder den Landy schnell mit Steinen. Doch ein abruptes Bremsen und Aussteigen ließ auch die Kinder schnell schreiend weg rennen. Grade in der Region um Arba Minch sind viele Touristen(touren) unterwegs, die Vermutung liegt nahe das die Kinder von den Touristen beschenkt werden. Wir hatten uns angewöhnt oft kleine Pausen zu machen um uns Ortschaften an zu schauen, einen Tee oder Kaffee zu trinken oder über den Markt zu schlendern. So waren die Tage aufgeteilt zwischen Autofahren, entspannen und ein wenig Kultur. Wir fuhren an diesem Tag von Arba Minch weiter nach Sashemene. Sashemene ist eine größere Stadt, die hauptsächlich von LKW frequentiert wird. Nicht schön, aber sehr günstig. Hier bezahlten wir für eine Nacht etwa 2€ für ein Zwei Personen Zimmer. Wieder konnten wir das leckere Äthiopische Essen genießen. Am nächsten Morgen, gab es mal wieder regen. Alles Nass und vor allem alles Kalt! Mit dickem Fleecpulli tranken wir unsren Kaffe am Morgen und dann nichts wie rein in den Wagen. Aber da, schonwieder machte der Landy Probleme. Er war einfach nicht dazu zu überreden, zu starten. Der Anlasser drehte, der Motor auch, aber starten, nein, das ging nicht. Also wieder einmal die Haube auf und schauen was das Problem sein könnte. Immerhin konnte ich es schnell finden. Eine Mutter der Glühkerzen hatte sich gelöst und so kam keine Stromversorgung selbiger mehr zustande. Schnell konnte ich eine neue Mutter auftreiben und der Wagen ließ sich wieder starten. Aber ich war am Zweifeln. Was nur tun mit dem Wagen, fast jeden Tag neue Probleme. Ich war ein wenig ratlos. So lag Beispielsweise einer der hinteren Stoßdämpfer schon im Kofferraum, da sich auch dort die Verschraubung gelöst hatte und der Dämpfer so einfach abgefallen war. Naja, nachdem der Motor dann ansprang konnten wir unsere Etappe Richtung Addis Abeba angehen. Äthiopien liegt generell sehr hoch, entsprechend kalt kann es auch werden. Grade die Region um die Hauptstadt liegt auf etwa 2400m.

Die ganze Fahrt hindurch ging es Bergauf. Bei der schlechten Dieselqualität und der enormen Höhe, zog unser Landy unter Volllast eine enorme schwarze „Fahne“ hinter sich her. In Addis angekommen suchten wir uns unseren Weg zum „Holland House“. Jungle Junction, Nairobi - KeniaDas Holland House ist ein Holländisches Restaurant und eine Anlaufstelle für Overlander in Äthiopien. Es ist auch schnell gefunden, einen kleinen Platz für Auto und Zelt war auch noch, also aufbauen und erst mal ein Bierchen trinken. Wir hatten ja noch 2 unserer Becks- Dosen. Ein guter Augenblick wie wir fanden. Außer uns waren nur noch zwei weitere Fahrzeuge vor Ort. Luca mit seiner Familie ins seinem wundervoll umgebauten Fiat Truck und ein Holländisches Pärchen in einem Mercedes Benz 308. Mit beiden verstanden wir uns sehr gut. Saßen Abends lange bei einem Bierchen zusammen, haben zusammen gekocht und gegessen. Eine schöne Zeit, auch wenn das Wetter in Addis Abeba eine Katastrophe ist, immer bewölkt, immer regnerisch und kalt. Naja, dafür war das Holland House sehr schön und das essen dort richtig lecker, zwar vorwiegend europäische Küche, aber gut gekocht. Außerdem gab es Bier vom Fass. Das Äthiopische St. George ist ein sehr leckeres Bier und vom Fass doppelt lecker. Nicht nur einen Abend bin ich mit Paul, dem Holländer dort abends versackt. Trifft man solche Overlander irgendwo gibt es immer etwas zu erzählen, jeder hat seien Geschichte und jede für sich ist abenteuerlich, was erlebt, was gesehen wurde. Insgesamt blieben wir etwa 4 Tage in der Stadt, nutzten die Gelegenheit um unsere E-Mails zu beantworten, einen neuen Blog- Bericht zu schreiben, einzukaufen und die Gegend zu erkunden. Addis ist eigentlich eine hässliche Stadt, grau, kalt und einem sehr Sozialistisch geprägtem Baustil, aber die Menschen sind unglaublich freundlich und sehr offen. Der Kaffee ist super lecker und es gibt leckeres Gebäck an jeder Ecke. Alles in allem kann man dort seine Tage schön verlaufen lassen.

Von Addis Abeba führte uns unser Weg direkt in Richtung Sudan. Auf dem Weg wollten wir noch einige Tag im „Tim& Kim Village“ verbringen. Über diesem Campingplatz hatten wir nur gutes gehört und uns wurde dringend ans Herz gelegt ihn zu Besuchen und am besten nicht nur für eine Nacht. Okay, das klang gut. Auf dem Weg lag es so mehr oder weniger sowieso. Erst mal raus aus der Hauptstadt. Der Weg führe wieder nach oben. Auf unglaublichen 3200 Höhenmeter übernachteten wir in einem Hotel, das ganz offensichtlich seine besten tag auch schon einmal gesehen hatte. Rasen war nicht gemäht, soweit noch verfügbar, Wasser gab es auch keins. Naja, dafür war es günstig. Leider waren wir auch die einzigen Gäste. Das Restaurant war schön dekoriert und das Essen gewohnt lecker, aber wesentlich länger als unbedingt nötig möchte man hier auch nicht bleiben. Am ächsten Vormittag ging es weiter. Der nächste Zwischen Stopp sollte der Lake Tana sein, in der schönen Stadt Bahir Dar.

Nach einigem Suchen fanden wir in dem Ghion Hotel direkt am See eine schöne Unterkunft. Der See selbst ist einer der größten in Äthiopien und die Besonderheit ist, das er nur knappe 3m tief ist. Das Wasser sieht also immer Schmutzig aus. Ob das Wasser nun sauber ist oder nicht, da scheiden sich die Geister. Die einen sagen man kann ohne Schwierigkeiten Baden gehen, die anderen sagen „lieber nicht, das Wasser ist verseucht“. Wir sind auf Nummer Sicher gegangen und waren nicht schwimmen. Wir waren gegen Mittag im Hotel, haben unser Zimmer genossen, erst mal eine Dusche genommen und dann entspannt. Das Zimmer war riesig und recht luxuriös eingerichtet… sowas waren wir ja gar nicht mehr gewöhnt. Während Cora Tagebuch geschrieben hat, habe ich mir ein Buch genommen und mich auf die See- Terrasse des Hotels gesetzt, den Vögeln zugeschaut, Kaffee getrunken und ein wenig gelesen.

Als ich so da saß, wurde ich von einem Mann in schwarzen Kaftan gefragt ob an meinem Tisch denn noch Platz sei. Auf meine Geste hin setzte er sich und bestellte Essen und Getränke. 2 Bier, 2-mal gebratenes Fleisch mit Brot. Dabei sprach er kein Wort mit mir. War mir ja auch eigentlich egal, habe ja gelesen und meinen Kaffee getrunken. Ich muss hier einfach nochmal schreiben, der Kaffee in Äthiopien ist der Hammer, richtig lecker und sehr stark. Als der Kellner das Essen und die Getränke brachte, stellte der Mann wortlos ein Teller Fleisch und ein Bier vor mich. Ich war zugegebenermaßen ein wenig verwirrt. Daraufhin sprach mich der Mann an. Er meinte er wäre neu hier und wolle heute einen Geschäftsabschluss feiern und das täte er nicht gerne alleine. Das essen war wieder ein Hochgenuss, ich bin wohl ein echter Anhänger der Äthiopischen Küche geworden! Aber selbst während dem essen haben wir uns kaum Unterhalten. Das einzige war, er heißt Achmed und kommt eigentlich aus Saudi Arabien, das war’s. Das restliche Essen verlief schweigend. Aber in guter Stimmung. Naja, ein kostenloses sehr leckeres Essen, wer sagt da schon nein. Das Bier, ein St. Georg, ist Äthiopisch und durchaus auch trinkbar. Leider sind die Flaschen irgendwie zu klein… immer diese kleinen 0,3er. Nach dem Achmed gegangen war (auch ohne Worte und ohne Gruß) habe ich ein wenig weiter gelesen und war ein wenig im Internet, mal wieder den Kontakt nach Hause pflegen. Tag draufs ging es weiter in Richtung Tim& Kim. Gorgora war das Ziel. Der Weg nicht allzu weit, so konnten wir uns schön Zeit lassen. Gegen 11:00 Uhr sind wir aufgebrochen und kam gegen 15:00 auf der Cam Site an. Der Weg ging wieder durch die atemberaubende Äthiopische Landschaft. Die Straße war einwandfrei geteert, zumindest 2/3 davon. Nach der Abzweigung nach Gorgora selbst, verschwand der Teer jedoch schnell. Die Piste war allerdings auch in einem guten Zustand.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADurch einige kleinere Ortschaften ging es durch etliche Felder und Weiden zu Tim und Kim. Die Piste und die kleinen Ortschaften waren schon längst nicht mehr in den Karten unsres Navi, naja, nicht weiter schlimm. Abzweigungen gibt’s eh nicht. Nach ca. anderthalb Stunden Fahrt, erreichten wir das kleine Städtchen Gorgora. Doch war jetzt die Camp Site? Schilder hatten wir nicht gesehen… nach einigem sinnlosen umherfahren kamen einige Kinder auf uns zu und wiesen uns in die richtige Richtung. Wir hatten die Abbiegung nicht gesehen, da ein etwa 50 cm tiefer Graben und ein halb zusammengestürztes Haus den weg teilweise versperrten. Nach etwas rangieren war aber auch dieser Teil schnell passiert. Auf einem winzigen Feldweg ging es nun zum Tim & Kim Village. Nachdem wir im die letzte Biegung gefahren waren, bot sich uns ein wunderschöner Ausblick auf den See, ein paar nett Angelegte Hütten und einen Riesigen Elefantenbaum dar. Angekommen. Tim & Kim's - Äthiopien Vor dem Haupthaus wurden wir schon von Tim in Empfang genommen, wir waren derzeit die einzigen Gäste. Tim und Kim stammen beide gebürtig aus den Niederlanden, sind aber vor etlichen Jahren nach Äthiopien gegangen um sich hier ihren Lebenstraum zu erfüllen. Die ganze Anlage haben sie in eigener Regie geplant und gebaut. Die ganze Anlage wirkt einwandfrei in die Natur integriert, jedes Detail ist durchdacht und alles mit Natürlichen Rohstoffen gebaut und Dekoriert. Einfach und schnell gesagt, es ist wunderschön im Tim & Kim Village!

 

Tim zeigte uns die ganze Anlage und erklärte uns wie das Prinzip funktionierte. Wir entschieden uns, unser Zelt unter einem der Schattendächer zu errichten. Da wir die einzigen waren, hatten wir die gesamte Anlage zur Auswahl. Erst einmal ankommen, ein Bier trinken und gemütlich das Zelt aufschlagen war die Devise.  Auf der kompletten Camp Site gibt es nur Tagsüber Strom, da alles auf Solar basiert. Tim erklärte mir, dass er keinen Generator wolle, da dessen Geräusche die Ruhe in dem kleinen Tal zerstören würde. Da muss ich ihm Recht geben. Das Wasser zum Duschen und Spülen kommt auch aus dem See. Die Dusche selbst ist eine wirklich coole Idee. Es ist eine einfache Stahltonne auf einem Gerüst. Unten eine Brause und einen Sperrhahn dran und fertig. Funktioniert einwandfrei, eine schöne Outdoor- Naturdusche. Insgesamt blieben wir 4 Tage bei Tim und Kim. Abends saßen wir mit den beiden zusammen, Kim ist eine wundervolle Köchin. Man kann auf der Camp Site für sich kochen, oder sich für einen kleinen Unkostenbeitrag einfach dem Abendessen von den beiden anschließen. Die Stimmung war wirklich gut und die Gespräche sehr anregend. Unsre Tage bei Tim und Kim verbrachten wir entspannt, haben gelesen, Brettspiele gespielt und einfach nur das Wetter genossen. Nach der langen Zeit auf den Hochebenen Äthiopiens waren wir etwas ausgehungert nach Sonne.

Eine Kleinigkeit die mir überall in Afrika sehr positiv aufgefallen sind, sind die Book-exchange Regale, die es in fast jedem Overlander Treffpunkt gibt. Auch bei Tim und Kim stand ein solches Regal. Die Regeln sind einfach. Stell eins hin, nimm eins raus. Stellt man seine eigene Sprache hin, darf man auch nur seine eigene Sprache nehmen, stellt man jedoch ein Englisches Buch hin, dann ist egal was man nimmt.

So konnten wir auch unsere Reisebibliothek wieder mit neuen Büchern auffüllen. Vor allem mit Tim konnte ich mich lange unterhalten, über Autos, über das Reisen und über alles was sonst noch an Themen übrigbleibt. An einem sehr feucht fröhlichem Abend stellte er auch fest das ich so sei wie er. „Ein Wanderer der sich niemals wirklich an einen Platz binden kann“ Naja, ob das stimmt wird sich zeigen. Der Abend jedenfalls war sehr lustig und ich werde ihn immer in guter Erinnerung halten. Nach zwei wundervollen Tagen bei Tim und Kim kam ein zweiter Wagen an, Deutsche. Rashid und sein Begleiter, zwei Deutsche aus Berlin. Sie waren auf dem Weg von Cairo nach Kapstadt. Allerdings wollten sie nur kurz bleiben, da sie einen sehr knappen Zeitplan hatten. Ein kurzer, jedoch bis unters Dach vollgeladene Toyota Landcruiser diente ihnen als Packesel. Lustiges Pärchen. Im Konvoi sind wir dann zwei weitere Tage drauf weiter nach Gondar gefahren. Nach einem finalen Händeschütteln sind wir dann weiter in Richtung Sudan und die beiden weiter in grobe Richtung Addis Abeba. Die Straße in Richtung Sudan ist gut geteert und führt wieder in Serpentinen den Berg hinab auf den eher platten Sudan zu. Auf diesem Teil sind wir mit unserem mehr oder weniger treuen Land Rover dann das erste Mal wirklich liegen geblieben. Nach einigen Kilometern, ohne besondere Anzeichen starb der Motor ab. Aus, fertig und vorbei. Ohne Ankündigungen einfach ausgegangen. Mist, was denn jetzt schon wieder. Einfach wieder starten war nicht, also los, Motorhaube auf und erst mal alles checken, vielleicht ein Kontakt verloren? Nein, da war alles soweit in Ordnung. Diesel Problem? Nein, auch da war noch mehr als genug in den Tanks. Nach etwas probieren der Schockmoment… Der Lüfter am Kühler dreht sich nicht beim Versuch den Wagen zu starten, also dreht die Kurbelwelle gar nicht. Ein Lagerschaden? Worst Case, das würde ein komplettes abbrechen der Reise bedeuten. Und wie den Wagen zurück nach Gondar bekommen? Hin trampen und ein Abschleppdienst holen? Evtl. Reparieren lassen, den Wagen einfach verkaufen und heim fliegen? All diese Gedanken schossen mir einer nach dem anderen durch den Kopf, ich war mehr oder weniger am Boden zerstört. Wie konnte das sein, wir hatten den Motor doch erst überholt, alles getauscht. Vielleicht zu wenig Öl und heiß gelaufen? Nein, Öl war genug drinnen und der Kühlkreislauf war auch okay. Zwischenzeitlich hatte ein Bus angehalten, der Fahrer sprach zwar kein Wort Englisch, aber erkannte schnell was unser Problem sei. Einer der Fahrgäste kam hinzu und diente als Übersetzer. Der Fahre bräuchte eine Zange, am besten eine zum Schneiden. Was will denn der damit? Ganz einfach, er petzte den Keilriemen der Servolenkung durch und bedeutete mir den Wagen zu starten. Fassungslos stieg ich ein und startete das Aggregat. Und siehe da, er sprang sofort an. Die Lenkpumpe der Servolenkung hat sich festgefressen und der Anlasser nicht genügend Kraft die Pumpe zu drehen, daher blockierte sie über den Keilriemen den gesamten Motor. Mhh… blöd, keine Servolenkung mehr, aber der Motor lief wie gewohnt. Immerhin. Von da an ging die Reise mit nur noch 3 Funktionierenden Bremsen und ohne Servolenkung weiter.“ Hamna Schida“ wie der Tansane sagen würde… Naja, die weitere fahrt bis zur Grenze verlief ereignislos. Es hatte jedoch zwischenzeitlich angefangen zu regnen, dadurch hatte ich (schonwieder) nasse Füße, vielen Dank an Land Rover dafür. Am Grenzort Metema auf Äthiopischer Seite mussten wir jedoch feststellen das die Grenzen für heute schon geschlossen. Also mussten wir uns eine Unterkunft für die Nacht suchen. Metema ist ein trostloser Ort, der einfach gar nichts zu bieten hat. Wir entschieden uns nach einigem Fragen für das „beste“ Hotel im Ort. Eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Meine ganze Zeit in Afrika habe ich noch nie in einem so schlechten Hotel übernachtet. Unser Zimmer hatte zwar ein Loch in der Wand, aber kein Fenster, eine Lampe, aber kein Strom. Die Moskitonetze waren völlig zerrissen und das Bettzeug so speckig wie es nur ging. Mit einem Wort: Ekelhaft. Naja, was Solles, den Vorhang vor gezogen, Schlafsack und eine Decke aufs Bett und gut ist. Immerhin war es ja billig, im wahrsten Sinne des Wortes. "Hotel", Moyale - KeniaAm kommenden morgen ging es nach einer doch relativ erfrischenden Dusche los Richtung Grenze. Erst mal die Ausreise Formalitäten… Also los, wo ist unser „Carnet des Passage“ wollte der Grenzbeamte wissen. Nanu? Warum denn jetzt das? Auf meine Antwort, dass wir so was nicht haben und auch nie danach gefragt wurden bekam der gute man dann ein wenig schlechte Laune und fing an gegen seinen Kollegen auf der anderen Seite des Landes zu wettern. Wir könnten ja nichts dafür wiederholte er immer wieder. Nach einigem hin und her, meinte er dann endlich, das er uns rauslassen würde, wenn wir das Dokument nicht hätten, wäre das zwar nicht gut, aber anders ginge es ja im Moment nicht. Dann hat er noch den Wagen überprüft, die Fahrgestellnummer abgeglichen und einen Blick in den Kofferraum geworfen und wir durften Die Äthiopische Grenze passieren.

Auf zur Sudanesischen Einreise Behörde. Durch das bereits in Nairobi besorgte Visum war das gar kein Problem. Den Stempel und alles Weitere für uns als Personen gab es schnell und organisiert an der Grenze. Nur wieder das gleiche, das Auto war das Problem. Nach langem hin und her und überprüfen des Autos war aber auch das geregelt. Wir durften einreisen. Warum jeder immer schreibt, dass der Sudan einen kontrollzwang hat und man sich sofort i Khartum melden müsse, weiß ich auch nicht. Bei uns hat alles weitestgehend reibungslos geklappt. Auf meine Frage hin, was denn genau von mir erwartet wird wegen einer Meldepflicht, von der ich gehört hatte, meinte man zu mir: „No worrys, everything is alright, the most Hotels will do this for you, welcome in Sudan“ tja, ich war zwar ein wenig skeptisch, habe mir aber den Namen von dem Offizier geben lassen und habe es auf sich beruhen lassen. Erst mal was essen… Nach dem Desaster in Metema war das essen auf der Sudanesischen Seite einfach der Hammer! Wir konnten ja leider kein arabisch und der Restaurantbesitzer auch sonst keine Sprache, aber die Geste für essen wurde verstanden. Wir bekamen einen bunten misch aus allem was die Küche hergab. Super lecker!

Jetzt konnte unser Abenteuer in die Finale Runde gehen. Sudan. Da wir keinerlei Erfahrung hatten und auch sonst nicht wussten wie und was uns erwarten würde, sind wir zunächst einmal zur Tankstelle, alles auffüllen was wir haben. 45Liter Diesel für vorne, 60L für hinten und die drei Kanister auch noch voll. Gesamtpreis für alles noch keine 30€, ein Paradies. Erstes Etappen- Ziel war hier Kassala. Also los. Das Navigationsgerät war uns hier nicht mehr von großem Nutzen, da es wenig bis gar kein Kartenmaterial gab, beziehungsweise wir keines hatten. Aber die Straßen sind relativ gut beschildert und das vor allem nicht nur in Arabisch. Ansonsten war es hier heiß, unglaublich Heiß. päuschen - Nord SudanDer Landy hat sich gut geschlagen und sich auch nichts anmerken lassen. Hatten wir in Äthiopien in den Bergen teilweise Temperatur- Probleme mit dem Kühlwasser, war hier nichts. Also hat sich meine Vermutung, dass es an der Höhe hing doch bestätigt. Aber Cora und ich mussten Leiden, es war mega heiß. Glücklicherweise gab es alle paar Hundert Km „Rastplätze“ an denen man kühle Getränke und Tee bekommen konnte. Wir wurden von anderen Reisenden immer vor den vielen Straßensperren im Sudan gewarnt und sind natürlich auch durch die ein oder andere gekommen. Anders als noch in Äthiopien standen hier nicht nur Polizisten an der Straße. Jede Straßensperre war eine ausgebaute Festung mit Maschinengewehren, Panzern und Kanonen. Die Soldaten waren jedoch alle immer ausgesprochen nett und höflich, konnten jedoch nie Englisch. Die Verständigung hat also nicht so ganz reibungslos geklappt. Meist haben sie auch nur einen eher schnellen Blick in unsere Reisepässe geworfen, einmal über das Auto geschaut und sind dann an Cora hängen geblieben. Für ein freundliches Lächeln und Zwinkern sind wir dann aber oft schnell weitergekommen. In Kassalla angekommen haben wir uns natürlich völligst verfahren.

Der Reiseführer hatte zwar einen Kartenausschnitt, aber der war leider sehr klein und sehr veraltet. Glücklicherweise haben wir es bei unserem wahllosen umhergefahre aber auf den Hof der Deutschen Welthungerhilfe geschafft. Dort war zwar der Chef nicht da, aber einer der Lokalen Mitarbeiter hat sich bereiterklärt uns zu einigen Hotels zu führen. Mit ihm an Bord ging es dann durch die Stadt. Das erste Hotel das er uns gezeigt hat, war zwar wunderschön und lockte mit freiem W-Lan, sicheren Parkplätzen und Klimaanlage, war aber leider weit über unserem Budget. Das zweite war dann eine schreckliche absteige auf dem Marktplatz und das dritte war dann das Hotel unserer Wahl. Hotelparkplatz in Kassalla - Nord SudanUnser armer Helfer war teilweise ein wenig genervt von uns, fürchte ich, hat uns aber trotzdem tapfer weitergeholfen. In „Unserem“ Hotel angekommen haben wir nach einer ausgiebigen Dusche auch festgestellt, dass wir die einzigen Gäste waren. Der Manager war aber trotzdem sehr zuvorkommend und hat sich um alle Belange unserer Sicherheits-Melde- Pflicht gekümmert. Was genau da benötigt wurde weiß ich also gar nicht, aber an und für sich hat er nur eine Kopie unseres Visums gestempelt und abgeheftet… sehr dubios das Ganze. Naja, der Deckenventilator hat funktioniert und wir konnten auf der Dachterrasse des Hotels lecker essen und den Abend verbringen. Auf dem Zimmer haben wir dann unseren weiteren Plan ein wenig ausgearbeitet. Naja, wir hatten ja nur noch eine Etappe vor uns, den Weg nach Port Sudan.  Nach einem klassischen sudanesischem Frühstück, bestehend aus Tee bzw. Kaffee und einigen Keksen haben wir unsere Sachen gepackt, die 30€ für das Hotel bezahlt und los „gedüst“. Die Straßen sind im Sudan in der Regel in einem sehr guten Zustand. Nur auf Sand Verwehungen muss man aufpassen, ab und zu ist die Straße nicht auf Anhieb zu sehen. Aber es zog sich bis in die Unendlichkeit. Stur grade aus, fünfter Gang und knappe 100km/h. Ab und zu kamen uns LKW entgegen, doch ansonsten war wenig los auf den Straßen. Port Sudan Road - Nord SudanDann nach etwa 200 gefahrenen Kilometer kam etwas Abwechslung, in Form eines Sandsturmes auf. Also Fenster hochkurbeln und weiter. Naja, zugegebenermaßen war es kein ausgewachsener Sandsturm, aber die Sichtweite betrug dennoch nicht mehr als 100m. Als wir uns ganz langsam der Küste angenähert hatten, begann die Landschaft sich doch langsam ein wenig zu verändern. Jetzt konnte man mehr und mehr Dörfer sehen und jede Menge Kamele. Ganze Herden waren neben der Straße zu beobachten. Etwa 150km vor der Küste mussten wir die Hauptstraße dann verlassen, da diese aufgrund von Bauarbeiten gesperrt war. Aber die Umleitung war tatsächlich gut ausgeschildert und das Sträßchen auch in der Karte zu sehen. Kurz hinter der Ortschaft Sinkat ging es durch die Berge weiter in Richtung Küste. Eine schmale Straße schlängelte sich durch recht hohe Berge und Sandhaufen. Sehr schön zu fahren und auch sehr schön anzuschauen.

Aber nach einigen Kilometern Slalom viel der Landy mit eigenartigem schlappendem Kurvenverhalten auf, also auf die Seite gefahren und siehe da, ein Plattfuß… Nichts wildes, aber zum Glück hatten wir damals in Mojale alle Reifen reparieren lassen. Also den Highjack raus, den Wagen aufgebockt und das Rad getauscht. Grade als ich dabei war das alte Rad hinten auf den Landy zu packen, hat ein Hyundai- Bus hinter uns gehalten. Der Fahrer, ein großer Man, etwa 40 mit Oberlippenbart und sein Beifahrer, etwas kleiner, etwas dicker und um die 55 Jahre alt kamen auf uns zu. Mit ein wenig Englisch fragten sie uns wer wir wären, was passiert sei und ob wir Hilfe bräuchten. Wir haben uns mit ihnen eine wenig unterhalten, aber die Hilfe dankend abgelehnt. Das hat sich allerdings als zwecklos herausgestellt, wir bekamen trotzdem geholfen, ob wir wollten oder nicht. Naja, auch gut, so war immerhin alles schnell getauscht und weg geräumt. Jetzt wurden wir noch ausgequetscht wo wir denn hinwollten und warum es denn überhaupt in den Sudan verschlagen würde. Da wir nicht unhöflich sein wollten, haben wir ihnen erklärt, dass wir auf dem Weg nach Hause wären, in Tansania los gefahren sind und unser heutiges Ziel Port Sudan sei. „Port Sudan? „We are going there too, just follow us“ und wo wollten wir denn schlafen? In einem Hotel? Ja, das treffe sich doch gut, er kennt jemanden dem ein Hotel gehört, wir sollten ihm folgen, er zeigt es uns. Mhh…. Die innere Skepsis kam jetzt doch durch, denen einfach folgen, wir wissen ja nicht wer die sind… Aber im Auto sitzt noch eine Frau mit einer Tochter… und sie wirken freundlich. Zum Schluss haben wir uns entschieden, wir folgen denen mal, was solls, sitzen ja im eigenen Auto und die in ihrem kann ja nichts passieren.

Bergstrasse - Nord Sudan

Dann mal los, der kleine Hyundai gab ein ordentliches Tempo vor, aber wir konnten mithalten. Kurz vor Port Sudan wurden wir dann an einer Polizeikontrolle rausgezogen, der Beamte war nicht zufrieden mit unseren Dokumenten und hat ein riesen palaver veranstaltet. Wir konnten leider nichts sagen, wir haben den Mann ja nicht verstanden und er uns auch nicht. Aber da kam unsere Rettung in Form von dem etwas kleineren und etwas dickeren Beifahrer. Er hat schnell zwei drei Worte mit dem Polizisten gewechselt und wir durften weiterfahren. Na immerhin dafür hatte sich das folgen ja schon gelohnt. In der Stadt ging es relativ schnell in Richtung Hafen, in eines der Nobleren Viertel der Stadt. Wir wurden direkt zum Hilton Port Sudan geführt. Und tatsächlich war der Freund unseres Helfers der Besitzer, oder der Manager des Hotels. In der Lobby wurde dann verhandelt… Nach langem hin und her auf Arabisch wurde uns erklärt, dass selbstverständlich noch Zimmer für uns frei wären und das wir die Zimmer für die Hälfte des original Preises haben könnten…

Aber leider ist in einem Hilton die Hälfte des originalen Preises immer noch fürchterlich viel Geld. Nachdem wir feststellen mussten, dass das Hotel unser Budget ruinieren würde und wir entsprechend ratlos waren kam wieder der Beifahrer auf uns zu. Wir sollten doch einfach mit ihm mitkommen, bei ihm erst mal einen Tee trinken und dann könnten wir entscheiden was zu tun sei. Inzwischen hatten wir ein wenig Vertrauen zu dem Mann aufgebaut, der sich uns als Herr Aldit vorgestellt hat. Wir sind also wieder hinter ihm her gefahren und diesmal zu ihm nach Hause. Dort gab es, typisch arabisch, einen Tee und einen Kaffee. Natürlich mussten wir auch noch für das Essen bleiben und so konnten wir auch die Frau, die noch im Auto gesessen hat mit ihrer Tochter kennenlernen.

Es waren Frau Aldit samt Tochter. Das Essen war traumhaft, es gab Fladenbrot mit eingelegten Paprikaschoten, Fetakäse gegrillt und noch viel mehr unglaublich leckerer Kleinigkeiten. Nach dem Essen kam dann aber der eigentliche Gastfreundschafts Hammer: Wir wurden gefragt warum wir denn so viel Geld für ein Hotel ausgeben wollten, wenn wir nicht einfach bei ihnen wohnen könnten. So kam es das das Wohnzimmer für uns geräumt wurde und wir bei Familie Aldit übernachtet haben. Tags drauf hat uns Herr Aldit dann noch zur Meldeamt belgeitet. Dort mussten wir unser provisorisches Grenzvisum dann in ein vollständiges Verwandeln. Aber auch das war eigentlich kein großes Problem. Die etwa 14 Tausend Anträge mussten einfach nur ausgefüllt und mit Passbild und Stempel an die entsprechenden Sachbearbeiter gegeben werden. Nachdem das erledigt war und wir nun offiziell in den Sudan eingereist waren, hat uns Herr Aldit die Stadt etwas gezeigt, den Markt, den Hafen und sein Geschäft. Herr Aldit verkauft Autobatterien im Werkstattviertel der Stadt. Der größere Mann mit den OLiBa war sein Fahrer und bester Freund. Mit ihnen zusammen haben wir Port Sudan erkundet. Tee getrunken und uns alles zeigen lassen. So kam es das wir auch den Landesmanager der Deutschen Welthungerhilfe im Sudan kennengelernt.

Herr Aldits Fahrer war arbeitslos und Herr Aldit hatte nicht genug Arbeit für ihn, da aber das Gerücht umging, das es eine deutsche Firma gibt, die noch Leute einstellen würde. Dort angekommen entpuppte sich die Firma als die Deutsche Welthungerhilfe, die in der Tat noch auf der Suche war nach Fahrern. Da wir ja auch Deutsche waren, wurden wir gar nicht gefragt was wir wollten, sondern direkt zum Chef geschickt. Nach einigem Smalltalk und nachdem wir unsere Geschichte erzählt hatten konnten wir auch tatsächlich das Gespräch auf unsere Begleiter richten und das einer davon einen Job sucht. Da der Fahrer in Spee ja zwei Leumundszeugen hatte, war das auch schnell beschlossene Sache und jetzt fährt er für die Deutsche Welthungerhilfe im Sudan. Der Manager, den wir Addi nennen durften wurde dann noch prompt zu Essen bei Familie Aldit eingeladen. Insgesamt ein sehr netter und auch erfolgreicher Nachmittag. Da der Transport des Landys ja schon von Deutschland aus, besser gesagt von meinem Vater aus, geregelt war, lag es nur noch an uns den Agent der Firma vor Ort zu finden. Da wir Namen und Telefonnummer hatten, war das kein größeres Problem. Da ich das mit Herr Aldit abgesprochen hatte, war es eigentlich nicht weiter schwierig den Agenten zu finden, vor allem der unser Gastgeber ihn auch noch kannte.

Nachdem auch dort alle notwendigen Formalitäten geklärt waren und wir wussten, wohin wir den Landy zu bringen hatten, sind wir mit Herr Aldit uns seinem Freund abends an die Uferpromenade gefahren. sudan-strandtagEine typisch Sudanesische Freizeitbeschäftigung… Wasserpfeife rauchen und dazu Tee trinken. Wobei dieses Hobby eigentlich nur den Männern vorbehalten ist, man konnte dort keine einzige Frau sehen. Für Cora wurde aber eine Ausnahme gemacht. Generell hatte ich einen sehr guten Eindruck vom Sudan und seinen Einwohnern. Alle haben uns stets sehr nett und hilfsbereit behandelt. Nur die ewige Ruhezeit über Mittag und die dauernden Gebete waren zu Beginn ein wenig verwirrend, aber auch daran konnten wir uns schnell gewöhnen. Die Infrastruktur, Straßen usw. waren auch immer in einem sehr guten Zustand. Es war aber extrem Heiß, teilweise weit über 40°C, nur dadurch das es eine sehr trockene Hitze war, war es erträglich. Für unseren Letzten richtigen Tag im Sudan hat sich Familie Aldit etwas Besonderes ausgedacht, einen Tag am Strand. Mit Sack und Pack ging es dann hinter der Stadt an den Strand des Roten Meeres. Das Wetter dafür war typisch Wüste, sehr Heiß und sehr trocken. Vor Ort wurde ein Schattendach gemietet und erst mal alles aufgebaut. Die Schischa, der Kaffee und Teekessel, die Stühle, Tische und der unvermeidbare Teppich. Während die Kinder mit Cora im Meer getobt haben, habe ich mir Herr Aldit Wasserpfeife geraucht und Kaffee getrunken.

Auch Essen gab es dort. Fladenbrot mit Schafskäse überbacken und eine Art kleine Pizza. Sehr Lecker und ein super schöner Tag. Dort wurden wir auch noch reichlich beschenkt, so habe ich ein Sudanesisches Schwert und zwei traditionelle Kaffeekannen bekommen. Vom Strand ging es dann auch leider schon direkt zum Flughafen. Die Flugtickets haben wir vorher online gebucht und den nationalen Flug von Port Sudan nach Khartum in einem Reisebüro. Dabei stand zunächst die Entscheidung an,  ob wir fliegen, oder den Bus nehmen. Der Bus würde allerdings 13h brauchen und der Flieger grade einmal 2h. Also viel die Entscheidung leicht. Der kleine Flughafen in Port Sudan war sehr übersichtlich und entsprechend einfach ging das einchecken. In Khartum haben sich dann Coras und mein Weg erst mal getrennt. Sie ist zurück nach Tansania geflogen und ich über Frankfurt nach Stuttgart, wo ich unbedingt meine jetzige Freundin Franziska wiedersehen wollte. Der Land Rover wurde dann in einem Container sicher verpackt über Bremerhafen bis ins schöne Idstein gebracht, wo ich ihn in Empfang nehmen konnte. Die lange Seereise hat er auch sehr gut überstanden, nur der Kupplungsgeberzylinder ist auf der Reise endgültig kaputt gegangen.

Zwar hat mich mein Land Rover einige Nerven gekostet, aber ich würde diese Reise mit ihm immer wieder machen. Er hat die ganzen 4467,3 Kilometer relativ gut überstanden und viele der Teile die verschlissen wurden, waren ja glücklicherweise nichts Wildes. Über den Winter und das vergangene Jahr haben mein kleiner Bruder Nicklas und ich das Fahrzeug dann von Grund auf restauriert und repariert. Im Zuge der Reparaturen wurden dann die Bremsanlage komplett überholt, inklusive Hauptbremszylinder, Bremskraftverstärker, Unterdruckschlauch, die kompletten hinteren Bremsen und neue Bremssättel vorne. Der Motor wurde ja kurz vor der Reise überholt, daher mussten wir hier nur noch die Einspritzdüsen, das Krafstoffsystem, die Elektronik und die Glühkerzen überholen. An Anbauteilen wurden dann noch die Wasserpumpe und das Lenkgetriebe getauscht. Die defekte Servolenkung haben wir komplett demontiert, auf die kann man gut verzichten, denn so hat man ein Teil weniger das ausfallen kann. Nachdem das Fahrzeug dann noch komplett von innen restauriert wurde, sieht er nun von innen und außen sehr gut aus.